Impressum | Haftungsausschluss | Kontakt

Ratgeber Leukämie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Wissenswertes: Was passiert bei einer Knochenmarktransplantation?

Bei vielen Leukämie-Patienten ist mit Standardtherapieverfahren wie Chemo- und Strahlentherapie keine Heilung zu erzielen. Stimmen die individuellen Voraussetzungen, kann eine Knochenmarktransplantation mit dem Ziel der Heilung als Behandlungsmethode angewandt werden. Grundsätzlich wird dabei das kranke Blutbildungssystem gegen ein gesundes „ausgetauscht“.

Die Betroffenen erhalten zunächst eine Hochdosischemotherapie und ggf. eine Ganzkörperstrahlentherapie mit dem Ziel, das Knochenmark mitsamt den Leukämiezellen zu zerstören. Dann werden von einem geeigneten Spender Blutstammzellen transplantiert, die sich in den Knochenmarkhöhlen niederlassen und dort ein neues Blutbildungssystem aufbauen. Wächst das Spender-Knochenmark an und bildet funktionsfähige Blutzellen, ist der Patient geheilt – unter der Voraussetzung, dass tatsächlich durch die Radikalbehandlung im Vorfeld alle Leukämiezellen vernichtet wurden.

Da diese Behandlungsmethode für den Patienten sehr strapaziös ist, wird sie i. d. R. nur bei jüngeren Patienten angewandt, die sich in einem relativ guten Allgemeinzustand befinden. Voraussetzung ist natürlich auch, dass ein geeigneter Knochenmarkspender gefunden werden kann.

Bei der sog. allogenen Knochenmarktransplantation wird Knochenmark von einem Spender verwendet. Optimale Spender sind z. B. Geschwister, da die Gewebemerkmale dann weitgehend mit dem Empfänger übereinstimmen.

Nicht immer kann ein Spender gefunden werden. Im Rahmen einer autologen Knochenmarktransplantation wird dem Betroffenen dann das eigene Knochenmark reimplantiert, das nach der Chemo-/Strahlentherapie entnommen wird, wenn die Leukämiezellen so weit wie möglich abgetötet worden sind. Mit einer zusätzlichen Reinigung/Aufbereitung soll verhindert werden, dass noch vorhandene Krebszellen mit reimplantiert werden.

at

Weitere Artikel im Bereich Wissenswertes:

Wissenswertes: Was passiert bei einer Knochenmarktransplantation?

Leukämie-News von Curado.de

  • Verschwundenes Erbgut lässt Tumorzellen wachsen 19.12.2011
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin, des Max-Planck Instituts für Molekulare Genetik Berlin sowie vier weiteren deutschen Institutionen ist es gelungen, einen spezifischen Genverlust bei einem bestimmten menschlichen Lymphom nachzuweisen, dessen Entstehung bisher weitgehend unklar ist, so berichtet die Charité-Universitätsmedizin Berlin.