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Ratgeber Leukämie

Informationen für Betroffene und Angehörige

Wie kann eine Leukämie diagnostiziert werden?

Die Hinweise und Symptome, die auf eine mögliche Leukämieerkrankung hindeuten können, sind vielfältig und ihrer individuellen Ausprägung sehr unterschiedlich. Grundsätzlich ist festzustellen, dass die akuten Leukämieformen sich durch relativ plötzlich auftretende, schwerer wiegende Symptome bemerkbar machen als die chronischen Formen. Letztere werden u. U. erst bei anderweitig begründeten Untersuchungen bemerkt.

Treten einige der nachfolgend aufgeführten Symptome auf, sollte deren Ursache abgeklärt werden. Es können andere Erkrankungen ursächlich sein, die Symptome können aber auch auf eine Leukämie zurückgehen:

  • Ist die Haut auffallend blass?
  • Liegt ein starkes Krankheitsgefühl vor (evtl. mit Fieber bzw. Infektionen einhergehend)?
  • Tritt eine Blutungsneigung zutage (Nasen-/Zahnfleischbluten, blaue Flecken etc.)?
  • Deuten Leistungsabfall, Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf eine Anämie
    (Blutarmut) hin?
  • Ist eine Kurzatmigkeit/Atemnot bereits bei geringen körperlichen Belastungen festzustellen?
  • Treten Schwindel oder Nachtschweiß auf?
  • Schmerzen die Knochen aus unerfindlichen Gründen?
  • Sind geschwollene Lymphknoten festzustellen?
  • Sind Leber und/oder Milz vergrößert?
  • etc.

Wichtig ist es, auf die Signale des Körpers zu hören und solchen Erscheinungen auf den Grund zu gehen, damit eine eventuell vorliegende Leukämie frühestmöglich behandelt werden kann – denn wie bei anderen bösartigen Erkrankungen ist die Prognose umso besser, je geringer das Stadium der Erkrankung bei Diagnose bzw. Therapiebeginn ist.

Zur Symptomabklärung veranlasst der Arzt nach dem Anamnesegespräch bestimmte Untersuchungen, mit deren Hilfe er diagnostizieren kann, ob eine Leukämie vorliegt, welcher Art sie ist und welches Stadium vorliegt. Neben der körperlichen Untersuchung wird Blut abgenommen, das im Labor untersucht wird und eine Knochenmarkuntersuchung wird bei Verdacht auf Leukämie vorgenommen. Darüber hinaus kann eine Untersuchung der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) angezeigt sein sowie ggf. eine feingewebliche Untersuchung von Lymphknotenmaterial. Erhärtet sich der Verdacht auf Leukämie, so werden weitere Untersuchungen anberaumt, mit deren Hilfe die Ausbreitung der Erkrankung im Körper festgestellt werden kann. Zu diesen Untersuchungen zählen z. B. bildgebende Verfahren wie Sonographie (Ultraschall), Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT, Kernspintomographie) u. a.

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Leukämie-News von Curado.de

  • Verschwundenes Erbgut lässt Tumorzellen wachsen 19.12.2011
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin Berlin, des Max-Planck Instituts für Molekulare Genetik Berlin sowie vier weiteren deutschen Institutionen ist es gelungen, einen spezifischen Genverlust bei einem bestimmten menschlichen Lymphom nachzuweisen, dessen Entstehung bisher weitgehend unklar ist, so berichtet die Charité-Universitätsmedizin Berlin.